Aufruf Datenspende Robert Koch Institut

 

Covid-19-Pandemie: Das Robert Koch Institut (RKI) ruft zur Datenspende auf

 

Seit dem 7. April 2020 steht die Corona-Datenspende-App des Robert Koch Instituts (RKI) zum Download bereit. Besitzer von Fitnessarmbändern und Smart-Watches können mithilfe der App freiwillig und pseudonymisiert Gesundheitsdaten spenden und so entscheidend zur Erforschung und Eindämmung der Covid-19-Pandemie beitragen.

Neben Wissenschaftlern sprachen sich verschiedene öffentliche Einrichtungen wie beispielsweise der Bundesgesundheitsminister und die Bertelsmann Stiftung für Datenspenden aus. Der Deutsche Ethikrat wies bereits 2017 auf die Nützlichkeit freiwilliger Datenspenden für die medizinische Forschung hin. In seine Stellungnahme "Big Data im Gesundheitswesen. Datensouveränität als informationelle Freiheitsgestaltung" appelliert der Ethikrat vor allem an die gesellschaftliche Solidarität.

Der Solidaritätsansatz geht maßgeblich auf Prof. Dr. Alena Buyx, seit 2016 Mitglied des Deutschen Ethikrats, und Prof. Dr. Barbara Prainsack, Politikwissenschaftlerin an der Universität Wien zurück. Seit 2013 plädieren die beiden Wissenschaftlerinnen dafür, die Bereitstellung von Daten und Körperproben nicht nur unter der Perspektive individueller Autonomie zu bewerten, sondern stärker eine gemeinsame gesellschaftliche Mission mit solidarischen Werten und Zielen zu betonen. Sie sehen diesbezüglich große Solidaritätspotenziale in der Gesellschaft.

Einen ausführlicheren Beitrag zum Thema finden Sie hier.

 

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