Ethics of Workplace Health Promotion

 

Neuer Artikel zu ethischen Aspekten rund um die betriebliche Gesundheitsförderung erschienen

Betriebliche Gesundheitsförderung ist nicht nur in Deutschland auf dem Vormarsch. Sie wird inzwischen verstärkt auch zum Gegenstand von Gesetzgebung und politischen Empfehlungen. Bislang wird jedoch nur am Rande auf ethische Implikationen verwiesen. Der jüngst erschienene Beitrag "The Ethics of Workplace Health Promotion" im Journal Public Health Ethics, von Eva Kuhn, Sebastian Müller, Ludger Heidbrink und Alena Buyx, zeigt solche relevanten ethischen Implikationen auf. Von Autonomie und Freiwilligkeit, Verteilungsgerechtigkeit, Diskriminierung bis hin zu Fragen der Verantwortung kartieren die Autor*innen ethische Aspekte, die bei der Ein- und Durchführung von Betrieblicher Gesundheitsförderung zu beachten sind. Sie kommen zu dem Schluss, dass bisherige ethische Frameworks der medizinischen Ethik, Public Health Ethik sowie Unternehmensethik nicht ausreichen, um Betriebliche Gesundheitsförderung ethisch angemessen zu reflektieren. Mit dem GESIOP-Tool für Gesunde Arbeit wurde dieses Desiderat für die Praxis bereits in Angriff genommen. Für die theoretische Unterfütterung sowie Weiterentwicklung wäre jedoch eine eigene Ethik der Betrieblichen Gesundheitsförderung wünschenswert.

Der Artikel ist abrufbar unter https://doi.org/10.1093/phe/phaa007 ($) und auf Anfrage bei der Korrespondenzautorin erhältlich.

 

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