GESIOP_Gesundheitssiegel

Gesundheitssiegel – notwendig, hilfreich oder redundant?

Unternehmerische Standards und Aktivitäten werden häufig in Form von Produkt- oder Unternehmenssiegeln kommuniziert. Solche Siegel informieren nicht nur Endverbraucher*innen, sondern auch gewerbliche Kooperationspartner darüber, dass ein Unternehmen bestimmte Standards einhält. Darauf basierend liegt die Schlussfolgerung nahe, auch für gesundheitsförderliche Unternehmensmaßnahmen und -strukturen ein Siegel zu etablieren. Allerdings zeigen Studien zugleich, dass sich vor allem Vebraucher*innen von der Fülle an Produktsiegeln überfordert und verunsichert fühlen. Auch für gewerbliche Kooperationspartner wird es zunehmend schwierig, den Markt aktueller Zertifizierungen und Standards zu überblicken.

Vor diesem Hintergrund prüft das Teilvorhaben von TUM und CAU gemeinsam mit der VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. (Bundesverband), ob ein neues Siegel für Gesundheitsförderung zu etablieren ist. Dies wäre nur dann der Fall, wenn kein bereits bestehendes Siegel (Awards und sonstige Zertifizierungen) eingeschlossen, die ‚Qualität der BGF bzw. des BGM‘ berücksichtigt und auch die moralische, soziale und nachhaltige Dimension der Beschäftigtengesundheit abgedeckt. Um dies zu eruieren, wurden handelsübliche (inter-)nationale Siegel auf diese Kriterien geprüft. Der Prüfung lag der hohe ethische wie praktische Standard des GESIOP-Tools für Gesunde Arbeit zugrunde.