Paper Swiss Physician Ratings

 

Neuer Artikel erschienen zu Ratings und Kommentaren auf schweizerischen Ärztebewertungsplattformen

 

Dr. Stuart McLennan, Mitarbeiter des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin beschäftigt sich ein seinem neu im Journal of Medical Internet Research erschienen Artikel „Quantitative Ratings and Narrative Comments on Swiss Physician Rating Websites: Frequency Analysis“ mit der Häufigkeit von Ratings und Kommentaren auf schweizerischen Ärztebewertungsplattformen.

Webseiten zur Bewertung von Ärzten wurden eigentlich entwickelt um für mehr Transparenz rund um die Qualität der Gesundheitsversorgung zu sorgen. Sie sollen Patienten ermöglichen, die Qualität von Ärzten im Internet anonym zu bewerten, zu kommentieren und zu diskutieren. In der Schweiz wurden die ersten Ärztebewertungsplattformen 2008, parallel zu anderen Ländern. Dennoch gab es in der Schweiz in den vergangenen elf Jahren bisher nur begrenzte Untersuchungen zu diesen Plattformen. McLennan erstellte für seine Studie im November 2017 eine zufällige Stichprobe von 966 Ärzten aus den Regionen Zürich und Genf und suchte jeden der ausgewählten Ärzte auf den vier Bewertungs-Websites OkDoc, DocApp, Medicosearch und Google. Im Vergleich der Bewertungsplattformen zeigte die Analyse die dominante Stellung von Google, das in den letzten zweieinhalb Jahren deutlich mehr Ärztebewertungen aufweist als die drei spezifischen Plattformen. In Bezug auf die Ärztebewertungen weisen die Ergebnisse darauf hin, dass schweizerische Ärztebewertungsplattformen noch keine zuverlässige Quelle für unvoreingenommene Informationen über Patientenerfahrungen und Zufriedenheit mit schweizerischen Ärzten sind. Viele ausgewählte Ärzte konnten gar nicht erst identifiziert werden, nur wenige Ärzte wurden tatsächlich bewertet und die Bewertungen waren überwältigend positiv.

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