Veranstaltungen

▼ Forum Klinische Ethik am MRI

Jahresprogramm 2021

Hier finden Sie das Jahresprogramm für das Forum Klinische Ethik am MRI.

▼ Neuer Termin im Jahr 2022: Forum Klinische Ethik am 28.09.2021 wird verschoben

Wir bitten um Verständnis für die Terminverschiebung der Veranstaltung in das Jahr 2022. Die aktuellen Informationen dazu finden Sie hier auf der Website und in den Ankündigungen des Ethikkomitees. Für Fragen und Rückmeldungen wenden Sie sich bitte an die Oberärztin für Klinische Ethik Frau Dr. Kathrin Knochel (T 7255).

Verschoben in das Jahr 2022: "Neugeborene, Kinder und Erwachsene auf der Intensivstation: Behandeln, Abwarten oder Therapieziele ändern?"

Therapieentscheidungen in der Intensivmedizin bei schwerer Krankheit und an der Grenze des Lebens sind komplex und oft belastend fü r alle Beteiligten. Besonders bei Neugeborenen, Kindern und Jugendlichen, aber auch bei Erwachsenen kann angesichts zunehmender medizinischer Möglichkeiten eine Entscheidungsfindung schwierig sein. Wie kann möglichst patientenorientiert entschieden, wie der jeweils individuell beste Weg gefunden werden? Dieses Forum bietet die Möglichkeit, neue wissenschaftliche Erkenntnisse zum Konzept gemeinsam getragener Entscheidungsfindung und zum Umgang mit Kontroversen zu thematisieren sowie Fragen und Perspektiven zu Therapieentscheidungen auszutauschen.

 

Anmeldung: klinische.ethik@mri.tum.de (bitte geben Sie an, ob Sie in Präsenz oder virtuell teilnehmen möchten)

 

 
Referent*innen:
  • Dr. med. Esther Schouten, Oberärztin Neonatologie, Perinatalzentrum am Klinikum Großhadern, LMU München ("Über Entscheidungsfindung mit Eltern zu Therapiezieländerung in der Neonatologie")
  • Prof. Dr. med. Sebastian Brenner, Leiter der pädiatrischen Intensivstation, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der Technischen Universität Dresden ("Palliativmedizin und pädiatrische Intensivmedizin - warum tun wir uns so scher, unsere Therapie in aussichtslosen Situationen zu beenden?") 
  • Dr. rer. med. Anna-Henrikje Seidlein, M. Sc., Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichte und Ethik, Gesundheits- und Krankenpflegerin auf der interdisziplinär-operativen Intensivstation der Universitätsmedizin Greifswald ("'Maximaltherapie' in der Intensivmedizin?! - Erkenntnisse aus einem Diskursprojekt")
 

▼ Forum Klinische Ethik am MRI: 16. Juni 2021, Hörsaal Pavillon, 17:00-20:00 Uhr (Zeitänderung)

 Moralischer Stress – betrifft das mich?

Wenn Ärzt*innen, Pflegende oder andere Mitglieder der Behandlungsteams gegen persönliche und berufliche Wertvorstellungen handeln, kann aus einem Wertekonflikt moralischer Stress werden. Nachgewiesen sind Auswirkungen für jede/n einzelne*n  und für die Qualität der medizinisch-pflegerischen Versorgung. 
Was ist moralischer Stress? Wie können wir moralische Konflikte und die Belastung wahrnehmen? Und wie können wir ihr begegnen? Im Kontext dieser Fragen werden auch Aspekte von multi- und interprofessioneller Zusammenarbeit sowie präventive Maßnahmen angesprochen.
 
Referent*innen:
  • Dr. med. Dominik Hinzmann, Bereichsoberarzt Prä- und innerklinische Notfallversorgung MRI ("Unterstützung für die Helfenden - Möglichkeiten und Angebote zur psychosozialen Hygiene": Vortragsfolien als PDF)
  • Dr. rer. biol. hum. Katja Kühlmeyer, Dipl. Psychologin, Akademische Rätin, Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin, LMU München ("Moralischer Stress – wie erleben Gesundheitsfachkräfte moralisch herausfordernde Situationen?": Vortragsfolien als PDF
  • Dr. med. Kathrin Knochel, Oberärztin für Klinische Ethik am MRI ("Moralischer Stress - ein Thema für kinische Ethik?": Vortragsfolien als PDF)
 

▼ Forum Klinische Ethik am MRI: 21. April 2021, 18:00-20:30

Am 26. Februar 2020 wurde im Urteil des Bundesverfassungsgerichts das Verbot „geschäftsmäßiger Förderung der Selbsttötung (§217 des Strafgesetzbuches) als verfassungswidrig erklärt. Seit Anfang dieses Jahres liegen neue Gesetzesentwürfe vor. Welchen Rahmen geben die medizinethischen Prinzipien Autonomie, Fürsorge und Nicht-Schaden zum Sterben durch Beihilfe zur Selbsttötung? Wie begegnen wir Menschen, die nicht mehr Leben wollen? Wie sprechen wir über Todeswünsche? Sollen diese Aufgaben ein Teil pflegerischer und ärztlicher Aufgaben werden? Wie werden vulnerable Gruppen geschützt? Das Forum Klinische Ethik ist eine Veranstaltung des Klinischen Ethikkomitees des Klinikums rechts der Isar und richtet sich an Mitarbeitende aller Berufsgruppen, an alle Bereiche am MRI sowie an Gäste. Fortbildungspunkte für Ärzt*innen und Pflegende werden beantragt.

 

Programm

Begrüßung 
Dr. med. Kathrin Knochel, Oberärztin Klinische Ethik am Klinikum rechts der Isar der TU München

Einführung
Prof. Dr. med. Alena Buyx, Direktorin des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin der TU München

Über die Frage nach Suizidhilfe in der klinischen Praxis: Die Perspektive als Seelsorger 
Dr. theol. Wolfgang Lingl, Katholische Seelsorge und KEK-Mitglied am Klinikum rechts der Isar der TU München

Suizidhilfe als ärztliche Aufgabe
Prof. Dr. med. Gian Domenico Borasio, Lehrstuhlinhaber Palliativmedizin, Centre Hospitalier Universitare Vaudois (CHUV), Lausanne, Schweiz

Suizidbeihilfe aus Sicht der Palliativmedizin 
Prof. Dr. med. Claudia Bausewein, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin am Klinikum der Universität München

Suizidhilfe - Zukünftig Aufgabe von Ärzten? Die Perspektive von Medizinstudierenden 
Dipl.-Psych. Tamara Thurn, Psychologin, Wiss. Mitarbeiterin Palliativmedizin am Klinikum rechts der Isar der TU München

Die Referent*innen im Gespräch
Moderation Dr. med. Kathrin Knochel, Oberärztin Klinische Ethik am Klinikum rechts der Isar der TU München
Prof. Dr. med. Johanna Anneser, Leiterin des palliativmedizinischen Dienstes am Klinikum rechts der Isar der TU München

 

Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet. Sie können die Mitschnitte in wenigen Tagen auf dieser Seite abrufen.