Wanderausstellung T4 Heidelberg

 

Die Wanderausstellung „Die nationalsozialistischen ‚Euthanasie‘-Morde“ schlägt ihre Zelte in Heidelberg auf

Am 23. Oktober 2019 um 19.00 Uhr wird die Wanderausstellung „Die nationalsozialistischen ‚Euthanasie‘-Morde. Die Ausstellung des Gedenk- und Informationsortes Tiergartenstraße 4 in Berlin“ im Universitätsmuseum in Heidelberg eröffnet.

Vom 24. Oktober 2019 bis 18. Januar 2020 kann sie dort besichtigt werden. Die Ausstellung wurde von Prof. Dr. Gerrit Hohendorf vom Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Technischen Universität München (TUM) und Frau Prof. Dr. Maike Rotzoll vom Institut für Geschichte und Ethik der Medizin der Universität Heidelberg gemeinsam mit dem Team der Mitarbeiter*innen im Rahmen des DFG-Erkenntnistransferprojekts „Erinnern heißt gedenken und informieren“ in Zusammenarbeit mit der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der Stiftung Topographie des Terrors konzipiert. Im Zentrum der Ausstellung stehen die Morde an Menschen mit psychischen Erkrankungen und geistigen Behinderungen im Nationalsozialismus, deren Organisation und Planung von der Tiergartenstraße 4 in Berlin ausging. Neben der Durchführung werden auch die Vorgeschichte und die Voraussetzungen der Patientenmorde in Deutschland und Europa ab 1939 gezeigt. Thema sind ebenfalls die Verbindung der “Euthanasie“-Morde mit dem Holocaust und der ausgebliebenen Auseinandersetzung mit den Morden nach 1945. Den roten Faden zwischen den verschiedenen Themenbereichen bilden zehn Patientenbiografien, die insbesondere auch die individuelle Dimension der Verbrechen betonen.

Die Wanderausstellung kann über die Stiftung Topographie des Terrors (Ansprechpartner: Peter Eckel, eckel@topographie.de) ausgeliehen werden.

 

Bild: Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas/Marko Priske